Vorlesung zum Yoga im SS 2014 und WS 2014/15. Yoga: Ursprung, Geschichte und Mythos

Im SS 2014 und WS 2014/15 biete ich im Rahmen der Vorlesungsreihe zur altindischen Kulturgeschichte eine Vorlesuung über den Yoga an.

 

 

Yoga: Ursprung, Geschichte, Mythos

 

 

Die zwei Semester umfassende Vorlesung über den Yoga möchte diesen in seiner Theorie und seiner Geschichte seit den Anfängen bis in die Moderne darstellen.

 

Ausgangs- und Mittelpunktpunkt sind die altindischen Originalquellen. Der Begriff "yoga" erscheint bereits in den ältesten indischen Texte, dem Rigveda. Doch was bedeutet "yoga" in diesen Kontexten?

In der Upanishaden-Zeit entstehen Techniken, die später "Meditation" und "Sitzhaltungen" genannt werden. Kann man hier schon von "yoga" sprechen?

 

Schlüsselbegriffe, Konzepte und Praxis des Yoga sollen geklärt werden; weitere Quellen sind die Yogasutren des Patanjali, die Samkhyakarikas und die Bhagavadgita, ipsissima vox.

 

Wie kam der Yoga von Indien in die Welt?  

Neuere Theorien behaupten, der Yoga sei erst im 19. Jahrhundert und auch unter westlichem Einfluss entstanden; diesem evidenten Irrtum soll durch die Untersuchung altindischer Quellen in Text und Bild begegnet werden. 

 

Beleuchtet wird auch die außerindische Rezeption des Yoga; vor allem in Japan wird heute eine Tradition gepflegt, die dem älteren Yoga ähnlich ist.

Aufgezeigt werden sollen die Unterschiede zwischen den altindischen Konzepten und modernen Interpretionen, die von der usprünglichen Intention bemerkenswert abweichen können.

Der westliche Yoga zeichnet sich oft - nicht immer - durch Idealisierung, Romantisierung und "wellness" aus.

 

Schließlich möchte die Vorlesung die Möglichkeiten und Vorteile aufzeigen, die eine mentale und körperliche Yogapraxis jenseits von Ideologie, Schule, Mode und Kommerz dem heutigen Menschen bieten kann, aber auch einen kritischen Blick auf den modernen westlichen Yoga werfen.

 

 

Mishima Yukio

Arthur Schopenhauer